Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten? Wiederkehrende Ereignisse haben häufig den Nebeneffekt, dass sie dem Menschen bewusst machen, wie schnell die Zeit vergeht. Schon wieder Geburtstag, schon wieder WM, schon wieder … Energieausweis!

Seit 2008 ist das Dokument, das die energetische Qualität von Gebäuden belegt, verpflichtend. Die ersten Energieausweise wurden sogar bereits 2007 ausgestellt. Da die Gültigkeit auf 10 Jahre beschränkt ist, steht für viele Immobilieneigentümer demnächst die Erneuerung an.

Der Energieausweis ermöglicht Eigentümern, Mietern oder Käufern, verschiedene Gebäude energetisch miteinander zu vergleichen. Er enthält die Pflichtangaben, die laut Energieeinsparverordnung (EnEV) in Immobilienanzeigen veröffentlicht werden müssen. Verkäufer, Vermieter oder Makler sind verpflichtet, bereits bei der Besichtigung der Immobilie/Wohnung den Energieausweis vorzulegen und über deren Energieverbrauch zu informieren.

Durch die nachfolgende EnEV 2009 und die EnEV 2014 haben sich einige Änderungen für den Energieausweis ergeben. Direkt ins Auge fällt die veränderte Skala zum Energiekennwert. Lag das obere Ende der Skala auf den alten Energieausweisen noch bei über 400 kWh/(m2*a), so endet die aktuelle Skala bereits bei 250. Gebäude, bei denen keine energetischen Sanierungsmaßnahmen vorgenommen wurden, werden dadurch heute schlechter eingestuft als noch vor zehn Jahren. Neu ist auch die Einteilung in Effizienzklassen von A+ bis H, ähnlich, wie es der Verbraucher bereits von Elektrogeräten kennt.

Verpflichtend weist der aktuelle Energieausweis die Baujahre des Gebäudes und der Heizanlage aus. Außerdem macht er Spezifikationen zur Art der Belüftung. Positiv berücksichtigt wird die Nutzung erneuerbarer Energien. Negativ wirken sich dagegen Kühlanlagen aus.

Mögliche Sanierungsmaßnahmen, die sich positiv auf den Energieverbrauch auswirken würden, sind nunmehr unmittelbarer Teil des Energieausweises. Zuvor waren sie allenfalls in der Anlage enthalten. Außerdem enthält jeder Energieausweis jetzt eine Registrierungsnummer. Diese muss der Aussteller kostenpflichtig beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) anfordern. Anhand der Registrierungsnummern erfolgen stichprobenartige Kontrollen der Energieausweise beim Aussteller.

Energieausweise gibt es für Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude. Für Gebäude mit einer Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe ist für jeden Gebäudeteil ein eigenständiger Energieausweis erforderlich – es sei denn der Flächenanteil einer Nutzungsart liegt unter 10 Prozent.

Den Energieausweis gibt es in zwei Varianten als Energieverbrauchs- und als Energiebedarfsausweis. Letzterer ist deutlich aufwändiger in der Erstellung und damit kostspieliger. Daher ist es sinnvoll, vorab die benötigte Variante zu bestimmen.

Der Energieverbrauchsausweis berücksichtigt die Energieverbrauchswerte der letzten 36 Monate. Daher bietet es sich an, den Energieverbrauchsausweis durch den Abrechnungsdienstleister erstellen zu lassen, da diesem in der Regel die Verbrauchsdaten ohnehin bereits vorliegen. In den Verbrauchswerten spiegeln sich unter anderem der Einfluss des Nutzers und der Betrieb der Anlage wider. Deshalb lassen sich Energieeinsparungen durch Verhaltensänderungen von Nutzern oder eine Effizienzsteigerung des Anlagenbetriebes gut abbilden. Für einen aussagekräftigen Vergleich nimmt der Ersteller eine Witterungsbereinigung der Verbrauchswerte vor.

Für den Energiebedarfsausweis nimmt man Gebäude- und anlagetechnische Daten auf (Dämmung, Baumaterialien, Bauweise, Heizungsanlage) und errechnet daraus den jährlichen Energiebedarf. Zu Grunde gelegt werden dabei normierte Rechenwerte und standardisierte Randbedingungen – z.B. beim Klima.

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