Besser gewappnet in der Zukunft - Immobilienberater (IREBS/IVD) 3

Besser gewappnet in der Zukunft – Immobilienberater (IREBS/IVD)

Verschoben auf Februar 2022

Im Februar 2022 startet zum dritten Mal der Zertifikatslehrgang zum Immobilienberater / Real Estate Consultant (IREBS/IVD). Bedingt durch die Coronakrise und die damit verbundenen Restriktionen für Weiterbildung im Präsenzunterricht wurde der Lehrgang im letzten Jahr abgesagt.

2022 startet der Lehrgang mit einem überarbeiteten inhaltlichen Konzept (Termine werden noch angepasst auf 2022). Vier von zwölf Vorlesungstage werden online durchgeführt. IVD plus hat Prof. Dr. Tobias Just (FRICS), Geschäftsführer & Wissenschaftlicher Leiter der IREBS Immobilienakademie und einer der profiliertesten Köpfe der Immobilienbranche und den IVD Geschäftsführer Nils Werner zum Angebot befragt.

IVD plus: Die Coronakrise hat viele Weiterbildungsanbieter unvorbereitet mit voller Wucht getroffen. Wie ist die IREBS Immobilienakademie bislang durch die Krise gekommen?

Besser gewappnet in der Zukunft - Immobilienberater
Prof. Dr. Tobias Just auf dem Berlin-Brandenburger Immobilientag des IVD 2018 beim Tagesspiegel.

Prof. Just: Natürlich wurden auch wir von der Corona-Pandemie überrascht; allerdings waren wir vorbereitet. Wir haben bereits seit sieben Jahren mit digitalen Ausbildungsformaten experimentiert, Infra- struktur aufgebaut und das technische Verständnis bei uns aufgebaut. In einzelnen Studiengängen haben wir bereits in den letzten Jahren digitale Lehrinhalte eingefügt, die Teilnehmer erhalten bereits seit Jahren keine Ordner mehr, sondern ein Tablet und Zugang zu einer Plattform.

Dennoch erforderte es einen gewaltigen Hauruck, denn nun ging es nicht um ein paar Angebote, sondern um einen vollständigen Umzug der Ausbildung und Prüfungen ins Netz. Das ist uns im Großen und Ganzen gut gelungen, weil Studierende, Dozenten und Mitarbeiter partnerschaftlich an einem Strang zogen und Verständnis für die Sondersituation aufbrachten.

Ich muss aber zugeben, dass wir glücklich waren, dass wir im Sommer wieder mit Präsenzlehre – zumindest teilweise – weitermachen konnten, denn interaktive Lehre funktioniert noch immer offline besser als online.

IVD plus: Nach zwei erfolgreichen Jahrgängen mussten IREBS und IVD im laufenden Krisenjahr den Lehrgang absagen und gehen dafür 2021 rundumerneuert und teildigitalisiert mit acht Präsenz- und vier Online-Studientagen an den Start. Wie nachhaltig sehen Sie den durch Corona verstärkten Trend hin zur onlinebasierten Weiterbildung?

Prof. Just: Ich glaube, dies lässt sich als Teillösung nicht mehr zurückdrehen. Digitale Ausbildung hat überall dort Vorteile, wo es standardisierte Inhalte zu vermitteln gilt und wo es sehr unterschiedliche Vorwissensniveaus unter den Teilnehmer gibt – naja und auch dort, wo die Reisekosten einen großen Teil der gesamten Ausbildungskosten ausmachen.

Insofern werden auch wir weiterhin auf digitale Ausbildung setzen. Aber, und das darf nicht unterschätzt werden, scheitert Online-Ausbildung bisher überall dort, wo es um Interaktion geht, wo es keine ein- fachen Standardantworten gibt, wo der Lehrende auch Motivator und Inspirierender sein soll. Das geht im Klassenzim- mer viel einfacher, natürlicher und effektiver als an Bildschirmen.

Für die Immobilienwirtschaft sollte meiner Ansicht nach der Schwerpunkt auf dem zweiten Aspekt, der Präsenzlehre, liegen, weil zum einen Immobilienthemen häufig Team- arbeit erfordert und weil zum anderen viele Immobilienfragestellungen Entscheidungen unter Unsicherheit darstellen, hier zielen Standardantworten oft ins Leere.

IVD plus: Sie eröffnen den Zertifikatslehrgang stets mit Ihrer Veranstaltung zur Immobilienökonomie, ein besonderes Highlight dieser Weiterbildung. Inwieweit hat es ein Coronavirus geschafft, hier schon maßgeblich Ihre Präsentationsfolien (inhaltlich) zu infizieren?

Prof. Just: Ich gehe in der Einführungsveranstaltung auf Marktmechanismen ein, auch auf die Bedeutung von gesamtwirtschaftlichen Faktoren sowie wirtschaftspolitischen Entscheidungen. Anhand der Entwicklung 2020 lässt sich sehr gut illustrieren, wie unterschiedliche Schocks auf die Immobilienwirtschaft wirken: es gab einen Angebotsschock, einen Nachfrageschock und einen Unsicherheitsschock.

Einige Unternehmen konnten ihr Angebot nicht offerieren, dies führte zu Einkommensverlusten und schließlich wurden wir ganz erheblich verunsichert. Von dieser Schockkaskade sind die Immobilienanlageklassen sehr uneinheitlich betroffen. Dies lässt sich sicherlich nicht 1:1 auf zukünftige Herausforderungen übertragen, aber die strukturierte Herangehensweise können Studierende für sich gewinnen. Dann sind sie besser gewappnet für morgige Überraschungen.

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IVD plus: Der IVD ist in Berlin mit seinem Service- und Bildungsinstitut und der Europäischen Immobilienakademie (EIA) lange am Weiterbildungsmarkt für Immobilienprofis gut positioniert. 2016 haben Sie gemeinsam mit der IREBS Immobilienakademie dieses gemeinsame Angebot konzipiert. Gab es nicht schon genug gute Angebote?

Nils Werner: Natürlich hat der Immobilienprofi in Berlin schon reichlich Auswahl gehabt, wenn er sich weiter qualifizieren wollte. Auch die IREBS Immobilienakademie ist ja schon langjährig mit Ihrem Kontaktstudium und weiteren Angeboten in Berlin eine feste Größe.

Genau deshalb bot es sich an, mit diesem etablierten Partner mit einer sehr starken Marke und einem sehr guten Ruf in der Branche das Angebot des IVD in Berlin zu komplettieren.

Der Zertifikatslehrgang zum Immobilienberater (IREBS/IVD) schließt perfekt eine Lücke in unserem Portfolio.

IVD plus: Welche Zielgruppe adressieren Sie genau?

Nils Werner: Unser Bildungsinstitut ist sehr stark im Bereich der Seminare, zeitlich überschaubare Weiterbildungsportionen vom 90-minütigen Webinar bis zum Ganztages-Workshop in Präsenz. Mit den Lehrgängen der EIA qualifizieren wir vorrangig Seiteneinsteiger als Makler und Verwalter und haben jüngst auch begonnen, Makler an die Projektentwicklung heranzuführen.

Uns fehlte ein gutes Angebot für die Immobilienprofis, die schon ein Stück Weg in der Branche hinter sich haben, die sich mal ein hochwertiges Update gönnen wollen oder einen guten Mitarbeiter incentivieren möchten. Nach bestandener Prüfung gibt es auch etwas auf die Visitenkarte und ein hochwertiges Zertifikat für die nächste Bewerbungsmappe.

Ich möchte nicht ausschließen, dass auch ein gut ausgebildeter Seiteneinsteiger, idealerweise mit akademischen Hintergrund, diesen Zertifikatslehrgang erfolgreich absolvieren kann. Er hat es aber schwerer.

IVD plus: Sie selbst waren beim ersten Jahrgang erfolgreich mit dabei. Was hat Sie dazu bewogen?

Nils Werner: Nun, wenn man lange in der Küche stand, möchte man auch wissen, ob es schmeckt. Ich selbst bin als Seiteneinsteiger 2010 in die Branche gekommen und habe diese die ersten Jahre als Verbandsmanager vorrangig vom Elfenbeinturm aus beobachtet. Es war sehr spannend und erkenntnisreich für mich, mit einigen guten Immobilienprofis mal die Schulbank zu drücken.

Mit einem IREBS-Abschluss, auch diesem, bekommt man dann auch Zugang zu den IMMOEBS. Das ist ein sehr spannendes Netzwerk für einen Interessenvertreter der Branche.


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