Pankow, Moabit, Neukölln – überall wird gebaut oder geplant zu bauen. Hier sind drei Projekte, die das Stadtbild verändern werden.

 

In Pankow ist noch Platz

Bisher ging es im Pankower Stadtteil Blankenburg recht gediegen zu. Die Gentrifizierung, die Prenzlauer Berg in Nuller Jahren so drastisch veränderte, ist hier noch nicht angekommen. Dafür gibt es Platz, viel Platz: Blankenburg gehört zu den am dünnsten besiedelten Bezirken Berlins. Und nun geht das Bauvorhaben „Blankenburger Süden“ in Planung. Nach den Erfahrungen mit durch Bürgerinitiativen gescheiterten anderen Bauvorhaben ist man diesmal schlauer und bindet die Bürger*innen dieses Mal besser ein. Dennoch bleiben Bedenken: Sollte das Mischquartier wie geplant aus 5000-6000 Wohnungen plus Gewerbe und Schulen bestehen, würde das bedeuten, dass die Bevölkerung Blankenburgs auf das dreifache anwächst. Als Hauptproblem ist aber anzusehen, dass bisher noch kein Verkehrskonzept vorliegt. Nicht für die ohnehin verstopften Straßen und nicht für den öffentlichen Verkehrsmittel.

Fazit: Platz und Freiflächen bieten eine große Chance, aber ohne detailliertes Verkehrskonzept ist nicht mit der Unterstützung der Anwohner*innen zu rechnen.

 

Quelle:

www.tagesspiegel.de

 

Neukölln: Hoch hinaus an der Ringbahn

Neukölln ist einer der am dichtesten besiedelten Bezirke Berlins. In den letzten Jahren konnte der ehemalige Arbeiterbezirk seine Beliebtheit drastisch steigern – was sich auch in vermehrter Wohnungsnot bemerkbar machte. So ist es also wenig verwunderlich, dass das Projekt „Neue Ringbahnhöfe“ am S-Bahnhof Neukölln im Bezirk auf Zustimmung stößt. Gebaut werden soll auf den ehemaligen Bahnanlagen. Bereits im Vorhinein hat man erklärt, dass jede vierte Wohnung in dem neuen Stadtquartier günstig vermietet werden soll. Die meisten Wohnungen sollen relativ klein ausfallen, um die Mietkosten überschaubar zu halten. Insgesamt soll ein Ensemble geschaffen werden, das Wohnen, Arbeiten, Nachbarschaft und Tourismus für insgesamt knapp 1000 Menschen miteinander verbindet.

 

Quelle:

www.tagesspiegel.de

 

Moabit: Es war einmal kein Bahnhof

Erinnern Sie sich noch an die Wüste im Umfeld der S-Bahn Haltestelle „Lehrter Bahnhof“, des heutigen Hauptbahnhofs? Abgesehen von ein paar versprengten günstigen Wohnungen in ehemaligen Industriegebäuden: gepflegtes Nichts. Nun entstehen in der Europacity an der Uferpromenade Wohnungen ab 5900 Euro pro Quadratmeter, deutlich über Berliner Durchschnitt. Seit 2008 plant Berlin die Entwicklung des Areals an der Heidestraße – das Modell der kooperativen Baulandentwicklung zur Schaffung von preisgebundenem Wohnraum führte die Stadt erst nach dem Bebauungsplan für die sogenannte Europacity ein. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant.

 

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