Das Baukindergeld hat das Potenzial, junge Familien beim Eigentumserwerb in Berlin finanziell deutlich zu entlasten: Eine förderberechtigte Familie mit drei Kindern kann durch Förderung und günstige Wohnortwahl bis zu 41% der monatlichen Belastung einsparen. Das ist ein Ergebnis einer heute veröffentlichten Untersuchung, die das Center for Real Estate Studies (CRES) im Auftrag des Immobilienverbandes IVD erstellt hat.

Ansatzpunkt der Studie waren Haltestellen des jeweiligen Verkehrsnetzes mit den entsprechenden Fahrzeiten stets vom Zentrum der Stadt aus. Der Studie zufolge sind viele Stadtteile, die sich nicht mehr als 20 Minuten Fahrtzeit vom Stadtzentrum befinden, für Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen erschwinglich.

 

„Die Studie belegt, dass das Baukindergeld einen erheblichen und messbaren Effekt für alle Familien in Berlin hat, die den Traum von den eigenen vier Wänden hegen. Entgegen der landläufigen Meinung können sich gerade Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen in vielen Stadtteilen den Erwerb einer eigenen Wohnung leisten. Das Baukindergeld trägt dazu ganz erheblich bei“, kommentierte Kerstin Huth, Vorstandsvorsitzende des IVD Berlin-Brandenburg, die Untersuchung.

 

Studie zum Baukindergeld: deutliche Entlastung für junge Familien in Berlin

 

Erschwinglichkeit und Belastung

Die Studie prüft, inwieweit der Erwerb von Wohneigentum erschwinglich ist: dazu wird ein durchschnittliches Familieneinkommen von rund 36.000 Euro angenommen; die Wohnkosten sollten nicht mehr als 30% des Familieneinkommens ausmachen. Die Höhe des Baukindergelds entspricht in Berlin, gemessen am durchschnittlichen Familieneinkommen, rund 3,3 Prozent pro Kind, also fast 10 Prozent bei drei Kindern. Abhängig von der Lage kommen teils erhebliche Entlastungseffekte hinzu.

Die höchste Einkommensbelastung ergibt sich für den Erwerb von Wohneigentum in zentraler Lage am Bahnhof Friedrichstraße in Mitte mit 54 bis 66 Prozent. Das Baukindergeld reduziert die Einkommensbelastung um vier Prozentpunkte für ein Kind und zehn Prozentpunkte für drei Kinder. Das größte Einsparpotenzial weisen die Stadteile Wartenberg und Spandau auf, die per Regionalbahn ebenfalls vom zentralen Bahnhof Friedrichstraße aus in 20 Minuten erreichbar sind. In Wartenberg beträgt die Einkommensbelastung bei drei Kindern und Baukindergeld leidglich 14 Prozent, in Spandau 20 Prozent. Verglichen mit der zentralen Lage am Bahnhof Friedrichstraße können Familien also rund die Hälfte ihres Nettoeinkommens sparen. Auch zeigt sich, dass die Finanzierungsbelastung durch Eigentumserwerb in vielen Lagen Berlins 30 Prozent des Einkommens nicht übersteigt.

 

„Gerade für kinderreichere Familien mit geringeren und mittleren Einkommen ist der Kauf der eigenen vier Wände möglich. Denn in den günstigen Lagen ist der Effekt durch das Baukindergeld besonders spürbar. Bei einer Familie mit drei Kindern lässt sich die monatliche Rate teilweise um 41 Prozent verringern. Jede Familie kann und sollte sich Gedanken über Wohneigentum als besten Weg der Altersvorsorge machen“, so Huth.

 

Die vollständige Studie ist erhältlich beim IVD.

Quelle: IVD
Bildquelle: IVD